Schwitzhütte

Die Schwitzhüttenzeremonie ist ein Heilungs- und Reinigungsritual, das es in vielen Epochen und Kulturen dieser Welt gibt bzw. gegeben hat. Wir sind dankbar dafür, dass die nordamerikanischen Ureinwohner dieses Ritual kontinuierlich bis in die heutige Zeit praktiziert haben, denn auf diese Weise verfügen wir über eine lebendige Tradition, von der wir lernen und auf deren Erfahrungen wir aufbauen können. Die von uns verwendete Zeremonie ist keine traditionelle nordamerikanisch-indianische Schwitzhütte, auch wenn sie dieser ähnelt. Wie bei allen anderen Elementen unserer Arbeit ist es auch hier unser Anliegen, sie in einen Zusammenhang mit unserer mitteleuropäischen Umgebung zu bringen und sie in unsere eigenen naturspirituellen Formen einzubinden.
Das Ritual selbst ermöglicht uns mittels der kreativen Energie der heiligen Verbindung von Vater Himmel und Mutter Erde, in einen ganzheitlich heileren Zustand hinein wiedergeboren zu werden. Durch Gebete, Hitze, Dunkelheit und das rituelle Zeremoniell unterstützt, können wir an tief sitzenden Problemen arbeiten und auf diese Weise echte Veränderungen in unserem Leben herbeiführen.
Das Schwitzhüttenritual ist nicht für jeden Menschen geeignet – nicht zuletzt deshalb, weil es sowohl physisch als auch psychisch sehr fordernd sein kann. Dennoch stellt es das wirksamste uns bekannte Werkzeug zur Unterstützung des persönlichen Wachstumsprozesses dar.
Unsere Schwitzhüttenwochenenden beginnen Samstags mit der Ankunft gegen 13:00 Uhr. Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam damit, die Hütte vorzubereiten und erstmaligen Teilnehmern die Zeremonie darzulegen. Samstag abends wird das Ritual selbst durchgeführt, und danach gibt es noch eine leichte Mahlzeit. Der Sonntag morgen dient dazu, die Hütte wieder abzudecken und eine Redestabzeremonie durchzuführen, die uns dabei hilft, den durchlaufenen Prozess vom Vorabend besser zu verstehen und in Beziehung zu unserem täglichen Leben zu setzen.
Die Kosten für all dies betragen pro Person € 65,–. Darin sind Verpflegungs- und Übernachtungskosten sowie das Holz für das Schwitzhüttenfeuer bereits eingeschlossen, nicht jedoch das traditionelle Geschenk für den Feuerhüter bzw. die Feuerhüterin. Diese Person ist für das Feuer verantwortlich, mit dem die Steine erhitzt werden, die schlussendlich die Hütte aufheizen. Diese Aufgabe ist körperlich sehr fordernd und verlangt vom Feuerhüter, sich von Beginn bis Ende der Zeremonie ununterbrochen am Feuer aufzuhalten, was durchaus sechs Stunden in Anspruch nehmen kann – und zwar bei jedem Wind und Wetter. Deshalb ist es üblich, diese Arbeit in Form eines kleinen Geschenks für den Feuerhüter anzuerkennen. Auch kleine Gaben oder eine Spende für den Leiter der Hütte werden dankbar angenommen, sind aber nicht erforderlich.