Vicky Gabriel
Ich wurde 1969 in eine Familie geboren, in der Naturspiritualität seit Generationen einen hohen Stellenwert hat. Diese spielte sich vor einem christlichen Hintergrund ab, der sich jedoch in wesentlichen Punkten deutlich vom Kanon der christlichen Kirchen unterschied. Ab meinem fünfzehnten Lebensjahr begannen meine Mutter und ich, die verlorengegangenen Teile unserer Tradition wiederzugestalten.
Zu diesem Zweck ging ich bei verschiedenen Menschen und Gruppen in die Lehre. Meine erste ausserfamiliäre Lehrerin war Thora, die mich in den Jahren 1985-1988 in Essen in ihrer Form der Naturreligion unterwies. Später hospitierte ich in Österreich ein Jahr lang bei einem Wicca-Coven, wo ich die Initiation in den ersten Grad erhielt.
Meine heutige Arbeit ist jedoch weniger dem Wicca als eher dem Schamanismus verwandt, denn mein Thema ist die Transformation der menschlichen Seele sowie die Förderung des Persönlichkeitswachstums durch die Vereinigung mit dem Heiligen Ganzen. Aus diesem Grund habe ich auch eine fünfjährige Ausbildung zur Tanztherapeutin absolviert und den Heilpraktiker für Psychotherapie gemacht. Darüber hinaus befinde ich mich in einer schamanischen Heilerausbildung und habe 2003 die Basiseinweihung in den Gaia-Schamanismus durchlaufen. Mittlerweile habe ich mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Der alte Pfad und gemeinsam mit meinem Mann William Wege zu den alten Göttern und Naturpfade. Darüber hinaus übersetze ich spirituelle Bücher aus dem Englischen ins Deutsche.
William Anderson
Ich wurde 1959 in eine fundamentalistisch- christliche Familie geboren. Seit meiner frühen Kindheit hatte ich das Gefühl, das Christentum sei nicht wirklich für mich geeignet, denn ich erhielt schon immer leichter eine Verbindung zum Göttlichen, wenn ich mich diesem über das Reich der Natur näherte. Doch erst, nachdem ich mein Zuhause und damit den Einflussbereich der christlichen Kirche als junger Erwachsener verlassen hatte, war ich in der Lage, mich ernsthaft nach spirituellen Alternativen umzusehen. Die Bücher von Scott Cunningham ermunterten mich, mich intensiver mit den Zyklen der Natur zu beschäftigen und auf diese Weise mein eigenes Glaubensgebäude aufzubauen.
Als ich Vicky kennenlernte, bemerkte ich, dass ihre Tradition keine vollständigen Männermysterien aufwies. Zwar gab es diesbezügliche Werte und Überlieferungen, auf welche die von Frauen dominierte spirituelle Praxis dieser Familie jedoch kaum Zugriff hatte. Da also in der Tradition, die jetzt auch die meine ist, diese Mysterien fehlten, fiel mir die Aufgabe zu, diese aus den Überresten der Überlieferung, aber auch auf Grundlage meiner eigenen bisherigen Erfahrungen zu einer heute lebbaren Form männlicher Naturspiritualität zu verbinden – ein Prozess, der niemals endet, weil dessen Beendigung auch gleichzeitig das Ende meines persönlichen Wachstums bedeuten würde. Entsprechend liegen meine Schwerpunkte vor allem in der Ausbildung männlicher Interessenten.
Auch ich habe 2003 die Basiseinweihung in den Gaia-Schamanismus erhalten und befinde mich zur Zeit in dieser Tradition in Ausbildung.